Lösungen der Übungsaufgaben

Kapitel 3: Die Benutzungsschnittstelle

Aufgabe 3.3: Gestaltungsebenen und Gestaltungsfreiräume

Sie leiten ein Projekt, das einProgramm zur Verwaltung von Sammelkonten für Mietkautionen entwickeln soll. Das Programm soll in einem zentralen Servicecenter der Bank für alle beteiligten Filialen eingesetzt werden. Dort erledigen zwei Mitarbeiter alle Buchungsvorgänge und die Verwaltung der Stammdaten. Für das Projekt sind ein PC mit dem Betriebssystem Windows 10 und ein SW-Laserdrucker beschafft worden. Als Datenbanksystem soll Microsoft Access 2013 eingesetzt werden.

  • Welche Schichten der Benutzungsschnittstelle liegen außerhalb Ihres Einflusses?
  • Welche Schichten können Sie bei der Entwicklung beeinflussen?
  • An welche Vorgaben sind Sie selbst in diesen Schichten gebunden?

Lösung

Der gesamte organisatorische Bereich und auch die Hardware sind bereits durch die Bank als Auftraggeberin festgelegt, sodass hier kein Gestaltungsspielraum verbleibt.

Beeinflusst werden können noch die Gestaltungsebenen der eigentlichen Benutzungsschnittstelle, also Anwendung/Werkzeug, Dialog/Steuerung und Ein-/Ausgabe.

Auf diesen Ebenen gibt es bereits weitere Vorgaben durch die Auftraggeberin. So ist durch die Wahl des Betriebssystems und der Anwendungssoftware ein bestimmter Style-Guide bindend, wenn nicht Konflikte mit anderen Anwendungen in Kauf genommen werden sollen. Solche Konflikte würden dazu führen, dass die Benutzerinnen ihr Vorwissen aus anderen Anwendungen nicht nutzen können und Erfahrungen aus der von Ihnen entwickelten Anwendung nicht auf andere Anwendungen übertragen können. Daher sollten sie im Regelfall vermieden werden. Was bleibt, ist ein sehr enger Gestaltungsspielraum, da Menüs, Dialoge und auch datenbankspezifische Inhalte bereits vorgegeben sind.